Zurück zur Startseite
Den Artikel drucken

Das Cockpit eines Mechs

Artikel vom 05.01.2008 aus Hintergrund.

Quelle: Life Support Nr. 8
Autor: Abi Mahmoudi

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag im STARDATE Volume 3 Number 5 von Blaine Pardoe, sowie dem OPERATIONS MANUAL von VIRTUAL WORLD.



Das Cockpit eines Mechs

Das Cockpit eines Mechs ist nicht nur die Schaltzentrale für die Maschine, es ist der Arbeits- und Lebensraum für den Mechkrieger. Eng und unbequem wie so oft ist das Cockpit der Platz, wo Mensch und Maschine zusammen kommen müssen, um als Einheit zu funktionieren.

Das Cockpit und die Lebenserhaltungssysteme sind notwendig für das Überleben auf dem Gefechtsfeld. Der Mech läuft heiß, und im Gefecht erzeugt er durch Feuern und Verbrennung tödliche Mengen an Gasen, Dämpfen und Radioaktivität. Gäbe es die Lebenserhaltungssysteme nicht, würde ein Krieger sein eigenes Gefecht nicht überleben.

Das Luftversorgungssystem eines Mechs ist an den Seiten und im Heck schwer gepanzert, jedoch nicht zur Front. Das ist dadurch zu begründen, dass die meisten Lebenserhaltungssysteme im Heckbereich des Kopfes installiert sind und jeglicher Angriff, der das System von der Front aus zerstören könnte erst durch den MechKrieger und alle Cockpitkontrollen durchkommen müsste, womit eine Frontpanzerung überflüssig ist.

Die erste Aufgabe des Lebenserhaltungssystems ist die Senkung der Hitze. Die ausströmende Hitze eines Mechs kann einen ungeschützten Menschen innerhalb des Cockpits töten. Das persönliche Kühlsystem (Kühlweste), das auf dem Oberkörper des Kriegers getragen wird, ist die wichtigste Komponente dieses Systems. Das Kühlsystem sollte gecheckt, Lecks repariert und die Kühlflüssigkeit vor jedem längeren Einsatz nachgefüllt werden (Kein Sieg ist billiger, als der Mech eines MechKriegers, der von der Hitze überwältigt, das Bewusstsein verliert).

Das Schleudersitzsystem variiert von Mech zu Mech, hat jedoch immer die gleiche Aufgabe: Das physische Entfernen des MechKriegers aus der Maschine in der kürzest möglichen Zeit. Die meisten Systeme lassen den Pilot nach Vorn und Oben aussteigen. Manche Systeme werfen ihren Krieger mit Sitz nach unten aus dem Mech; wieder andere schleudern den Krieger zu den Seiten oder nach hinten heraus. Das Aussteigen ist immer eine manuelle, vom Piloten eingeleitete Prozedur. Es beinhaltet die Benutzung von Explosivstoffen im Cockpit und kann schwere Verletzungen hervorrufen. Nur im äußersten Notfall, wenn das Leben des MechKriegers gerettet werden muss, sollte das Schleudersitzsystem ausgelöst werden.



Cockpit Layout

Der Fall des Sternenbundes brachte einige radikale Veränderungen in der Konfiguration von BattleMech Cockpits mit sich. Mit dem Zusammenbruch oder der Beschädigung alter Systeme wurden Post-Sternenbund Systeme installiert. Schwerer, größer und den alten Systemen unterlegen, die sie ersetzen.

Cockpits unterscheiden sich von Mech zu Mech - aber nicht wesentlich. Jahrhunderte des Gebrauches produzierten eine Standardisierung in der Positionierung bestimmter, wichtiger Systeme und Kontrollen. Ein Krieger kann in einen Mechtyp unterschiedlicher Tonnage und Bewaffnung wechseln, und ist nicht gezwungen die Postionen aller Systeme neu zu lernen.

Das folgende Diagramm gilt für einen Sternenbund ARCHER: Es wurde nach Originalbauplänen der Herstellers rekonstruiert, die im GALTOR-Feldzug entdeckt wurden. Der ARCHER ist ein gutes Beispiel für einen Standard BattleMech und dieses Diagramm zeigen die Platzierung der einzelnen Elemente in einem typischen Cockpit.

Notiz: Ein Stern [*] zeigt ein System an, welches auf Sternenbund Technologie beruht, und um 3028 entweder durch ein voluminöseres System ersetzt wurde, oder komplett verloren ging.

Wasserration Nahrungsvorrat Tragbarer Feuerlöscher Überlebensausrüstung Notkühlsystem Transponderkontrollen Cockpit Ventilationsystem Sensoren Sichtschirmen Sensoren Selektor Kontrollen Lautsprecher und Mikros Kampfcomputer Relais Statusmonitor, Waffen Gyromotor und Angleichkontrollen Statusmonitor, Gegner Globals Positionierungsystem und Zielerfassung Wärmeanzeige Wärmetauscherdrosselklappen Erfassungswarnung Notausstiegskontrollen Kampfcomputeranzeige Fußpedale Fußpedale Geschwindigkeitskontrolle Feuer-Joystick Lichtkontrollen Kommunikationsysteme Kühlmittel- und Biofeedkabel Cockpit Lebenserhaltungskontrollen Signalpatronen
Cockpit Layout

Linke Seite

Dieser Teil des Cockpits wird traditionell mit Versorgungsartikeln dun Vorräten belegt. Das Diagramm zeigt Art und Platzierung in den Paneelen nahe dem Krieger.

1. Wasserration. Vier 2 Liter Flaschen mit Trinkwasser. Oft wird hierzu Elektrolytflüssigkeit benutzt.

2. Nahrungsvorrat. Eine Heizeinheit mit mehreren Kilo Fertignahrung.

3. Tragbarer Feuerlöscher.

4. Überlebensausrüstung. Normal in einer kleinen Taschen: Ein 1.Hilfe Kit, Personalkommunikator, Signalpistole, Notkleidung, Feuer Kit, Überlebensrationen, Messer, Survival Kit, eine Autopistole mit 5 Magazinen.

5. * Notkühlsystem. Dieses System pumpt in Notfällen Kühlmittel in eine Schicht zwischen Cockpit und Fusionsmaschine.

6. Transponderkontrollen. Dieses System überwacht das IFF System (identifkation Freund-Feind). Korrekte Justierung verhindert die Unterbeschußnahme durch Freundeinheiten.

7. Cockpit Ventilationsystem. Es kontrolliert und überwacht den Luftstrom im Cockpit.



Zentrale Komponenten

Die Hauptkontrollen des ARCHER und das Herz aller Cockpitaktivitäten. Es basiert auf dem Kampfcomputer, dessen Hauptaufgabe es ist, Informationen aller Art an den MechKrieger weiterzuleiten.

8. Sensoren Sichtschirmen. Einstellbar auf die gerade benötigte Sensorenart. Welche zur Verfügung stehen wird, über das Parnel #9 gesteuert.

9. Sensoren Selektor Kontrollen. Diese Schalter bestimmen welche Sensoren gerade arbeiten und ihren Arbeitsstatus und -zustand.

10. Lautsprecher und Mikros. Ersatzsystem für die Helmeinheit. Erlauben externe Aufnahme von Geräuschen und Kommunikation mit Außenstehenden.

11. * Kampfcomputer Relais. Die Position erlaubt modulare Aufnahme von neueren Modellen für das Computersystem. Kommt in Post Sternenbundmaschinen aufgrund der gegenwärtigen Computerkonfigurationen nicht mehr vor.

12. Statusmonitor, Waffen. Zeigt alle aktiven Waffen an, sowie verbliebene Munition und Nachladezeiten. Es zeigt ebenfalls den erlittenen Schaden an. In einigen Mechs sind diese Systeme getrennt, aber in der gleichen Position angebracht.

13. Gyromotor und Angleichkontrollen. Zeigt die Lage des Mechs an (Stehend, liegend, etc.) Dazu, mit Hilfe eines künstlichen Horizonts, das Schwerpunktzentrum. Die Angleichkontrollen erlauben die manuelle Korrektur eines taumelnden Gyros, sowie einen gewissen Ausgleich für Gefechtsschäden an diesem wichtigen System.

14. * Statusmonitor, Gegner. Dieses System zeigt ein Schema des als primären Gegner gewählten Mechs. Dazu eine Wärmeanzeige, vermutlich zerstörte Waffen und den ungefähren Munitionsvorrat. Zusätzlich eine statistische Kampfwertanzeige. Heutige Systeme sind weitem nicht so exakt

15. Globals Positionierungsystem und Zielerfassung. Eine Anzeige des umliegenden Geländes und aller bekannten Einheiten. Je nach Informationsgrad sind dies zwischen 2-50 km. Zudem wird die Position von Einheiten, die vom IFF identifiziert worden sind, hier angezeigt. Dieses System übernimmt die Zielerfassung, Entfernungsbestimmung, Bewegungsausgleich und andere, fürs Waffenfeuer wichtige, Funktionen.

Notiz: Bei Mechs mit Cockpitverglasung werden Teile der Anzeigen 12 - 15 oft über ein HUD (Head Up Display) direkt auf die Scheibe projektiert.

16. Wärmeanzeige. Diese Anzeige zeigt alle arbeitenden Wärmetauscher. Ihre Abgaberate und ihren Zustand. Zudem wird die Cockpittemparatur überwacht und hier befindet sich auch der Vektorknopf.

17. Wärmetauscherdrosselklappen. Diese manuellen Wärmetauscherkontrollen sind für je 25% der Tauscher zuständig. Im gewissen Rahmen kann der Krieger hier bestimmten, welche Tauscher die Hauptlast tragen. Normalerweise wird diese Funktion vom Kampfcomputer übernommen.

18. Erfassungswarnung. Sensoren warnen den Krieger, wenn sein Mech von einer feindlichen Zielerfassung erfasst wird, und Waffenfeuer geortet wurde.

19. Notausstiegskontrollen. Dieser Hebel aktiviert nach seiner Bestätigung, und einer Zeitverzögerung (meist 2 sek), die Sprengbolzen des Notausstieges und löst den Schleudersitz aus.

20. Kampfcomputeranzeige. Zeigt an, welche Systeme gerade arbeiten und ihre Funktionsfähigkeit

21. Fußpedalen. Die Pedalen bestimmen die Bewegungsrichtung des Mechs. Er bewegt sich in die Richtung des aktivierten Pedals. Je schneller er dabei ist, desto größer die Kurve. Stehend kann er auf der Stelle drehen.

22. Geschwindigkeitskontrolle. Je weiter diese Kontrolle nach vorn geschoben wird, desto schneller wird der Mech. Durch Knopfdruck wird die Richtung (Vorwärts/Rückwärts) geändert.

23. Feuer-Joystick. Er verfügt über drei Auslöser. Der Krieger kann seine unterschiedlichen Waffensysteme in verschiedenen Kombinationen durch diese drei Knöpfe aktivieren. Zudem übernimmt er die Kontrolle über die Hände.

24. Lichtkontrollen. Dieses Set von Knöpfen steuert alle internen und externen Lichtquellen des Mechs. Viele Maschinen verfügen z.B. über Scheinwerfern im Beinbereich.



Rechte Seite

25. Kommunikationsysteme. Multikanal Stimm- und Datenübertragung. Sowie ein Suchprogramm, um eventuell feindliche Übertragungen aufzufangen und zu stören; sowie Filter und Frequenzwechsler um eigene Meldungen zu schützen.

26. Kühlmittel- und Biofeedkabel. Dieses Kabel werden an die Kühlweste und den Neurohelm befestigt. Sollbruchstellen trennen sie im Fall eines Notfalles.

27. Cockpit Lebenserhaltungskontrollen. Überwachen das gesamte Lebenserhaltungssystem des Mechs, sowie die Kühlweste.

28. Signalpatronen. Signallichter für verschiedene Situationen sowie Leuchtkörper.

Hinweis: Die Positionen 29 und 30 sind unbekannt. Wer da weiterhelfen kann, darf sich frei fühlen mir einen Hinweis mit den entsprechenden Infos (+Quelle) zuzusenden.



Mechpilotensitz

Der Pilotensitz ist ein Kontursitz mit Mehrpunktgurt. In der linken Armlehne befinden sich traditionell die Kontrollen zum Hochfahren des Fusionsmotors. in der rechten Lehne ist der Hauptverteiler für die Neurokontrollen. Er ist mit hautfreundlichem, saugfähigen Material überzogen.



Hinteres Schott

(nicht aufgeführt wegen mangelnder Standardisierung)
Hauptkontrollen für die Fusionsmaschine, verschiedene Subanzeigen für Waffensyteme und Stauraum für zusätzliche persönliche Ausrüstung. Oft ist in diesem Bereich noch ein Klappsitz für einen Passagier angebracht.






Kommentare

Bisher noch keine Kommentare.

  Kommentar abgeben
Name:
Text:
 


Erstversion vom 05.01.2008. Letzte Aktualisierung am 25.06.2014.