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BattleTech und Stil

Artikel vom 05.01.2008 aus Fanszene / Spieler.

Schöner Artikel, der sich damit befasst mit welcher Einstellung man an die "Platte" gehen "sollte".

Quelle: Life Support #3

BattleTech und Stil, oder wie gewinne ich um jeden Preis?

Ist das möglich? Ist es möglich ein Spiel nicht nur um das Spielens Willen zu spielen, sondern auch um zu versuchen seinen Spielercharakter umzusetzen, unabhängig vom Rollenspiel "Mechwarrior"?

Zunächst ein paar Zitate von der Platte: "Ja... und ich stelle einen Charger-SB, eine Banshee-S, einen Wolverine-M und einen Thunderbolt-SE auf...", sagte mein Gegenüber, seines Zeichens Kuritist.

"Wer so eine Jenner-Grundversion spielt, der muss doch total verrückt sein", kam es aus dem Hintergrund.

Oder: "Der Marauder-4A ist doch überhaupt nicht Malboro,er macht doch Hitze, wenn ich 20 Runden lang alles schieße und dann noch springe und außerdem ist dieser Mech mein Lieblings Mech!"

Solche Zitate kann wohl jeder etwas ältere MechKrieger in einer hundert Seiten langen Liste auflisten, doch was will ich euch sagen? Tja... hm,...

Darauf stelle ich die Gegenfrage: "Warum trittst Du als Mechkrieger bei der MechForce bei Kurita, Davion, Steiner, Marik oder Liao ein, wenn Du eh nicht versuchst den Charakter annäherungsweise zu spielen? Ja warum haben wir denn dann überhaupt die Häuser?"

Nehmen wir zum beispiel das Haus Kurita, ja ich höre schon wieder: "Hach, schon wieder so eine Schlange", aber nehmen wir dieses Beispiel mal. Ein Kurita MechKrieger ist vom Charakter her jemand, desse Leben von Ehre bestimmt ist. Kein Kurita-Krieger würde gegen jemanden nicht antreten, nur weil der Gegner einen Mech mehr aufs Feld führt oder weil die gegnerischen Mechs schwerer sind als die eigenen.

Ich selber spiele eine Kuritisten und habe mir zum Ziel gemacht irgendwann einmal die Rolle annäherungsweise spielen zu können. Ich will hiermit jetzt keinen zwingen, aber man sollte mal überlegen warum die BattleTech-Geschichte so umfangreich genau auf die Charaktere in den Häusern eingeht.

Ich habe mir zum Beispiel zum Ziel gesetzt nie einen Mech zu spielen, der für Kurita nicht erhältlich ist. Genauso schießt ein Kuritist nicht auf einen Mech, der aufgrund einer zu großen Beschädigung ihm seinen Rücken in voller Absicht zugedreht hat. Mein Ziel ist nicht vollständig erreichbar, aber das ist ja nicht schlimm, ich habe aber wenigstens ein Ziel an der Platte, einen Charakter zu spielen und das unabhängig vom Rollenspiel, aber ich kann mir Nichts unter einem Kuritisten vorstellen, der ein Ehrenduell seinerseits unterbricht, weil der Krieger seiner Seite gerade verliert.

Wie gesagt, das was ich hier jetzt schreibe wird nicht von allen aufgenommen, doch das ist ja auch nicht der Sinn der Sache. Aber haltet euch immer im Hinterkopf, dass ihr euch eure eigenen Charakter bilden müsst und nicht den von irgendjemand anderem übernehmt.

Jetzt noch etwas zum Kampf an der Platte: Wenn jemand euch gerade in der ersten Runde mit seiner PPC auf den Trefferwurf von 12 in den Kopf geschossen hat und drei kritische Treffer gelandet hat, dann lächelt ihn an, bedankt euch für das Gefecht mit ihm und gebt ihm die Hand, was die geringste Form der Höflichkeit ist.

Genauso versteh´ ich nicht, dass es bei vielen Kriegern an der Platte, selbst nach lesen der Life Support, vorkommt, dass sie sich über Schadverhalte streiten, die festgelegt sind, nur weil Hinz seinem Gegenüber (Kunz) nicht leiden kann, weil dieser ihn schon mal vor drei Jahren von der Platte gefegt hat. Und das ganze ist zustande gekommen, weil beide schlechte Verlierer sind, das jedoch nicht einsehen wollen oder nicht können.

Als Resume kann ich nur sagen: "Wenn ihr auf lange Sicht ein schönes Spielen haben wollt und euch nicht nach jedem Con im Krankenhaus wiederfinden wollt, weil euer Gegenüber etwas explosiv auf eine Regel reagiert, dann lasst ein und für allemal die Diskussionen sein, dass der Gegner sowieso nicht richtig spielt und dass er eh´ nichts kann. Akzeptiert einfach, dass das Gyroskop gerade in der ersten Runde hinten ausgefallen ist... Prägt euch einfach gut ein, dass BattleTech zu 65% vom Würfelglück abhängt, dann gibt es genauso Gefechte, in denen ihr das notwendige Glück habt. Also, wenn ihr zerschossen wurdet, bedankt euch, verabschiedet euch und geht ins nächste Gefecht. So simpel kann BattleTech sein.






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Erstversion vom 05.01.2008. Letzte Aktualisierung am 04.07.2014.