Zurück zur Startseite
Den Artikel drucken

BTX-7K Battleaxe

Artikel vom 19.02.2005 aus Hardware.

Der Battleaxe, von FanPro in STX-7K Streitaxt umbenannt, gehört zu den BattleDroids Figuren die im Zusammenhang mit der ersten Grundbox "BattleDroids" erschienen. Nur wenige von ihnen sind auch später weiter genutzt worden (zb. der Bombardier) und somit genauso selten wie die ersten Designs der Klassiker Mechs.

Um die BatteDroids beim späteren BattleTech noch einsetzen zu können, erschienen in der BattleTechTechnology Reihe die TROs zu den Figuren und der Battleaxe ist der einzige davon, der von FanPro übersetzt und veröffentlicht wurde (WunderWelten 1 von 1989). Origrinal erschien in der BattleTechnology Issue 0203 und stammt von Dale L. Kemper.

Übersicht:
Battleaxe Zinnfigur von Ral Partha - Nummer 20-811
Battleaxe Zinnfigur
Ral Partha 20-811
Im Frühling des Jahres 2513 n.Chr. schrieb General Olaf Sternson vom Militärbeschaffungsamt des Sternenbundes den Kontrakt für einen BattleMech aus. Die Leistungsvorgaben der gewünschten Konstruktion erforderte einen "beweglichen Mech mit ausreichend Feuerkraft, um jeden Mech derselben oder einer niedrigeren Klasse zu zerstören oder schwer zu beschädigen." Eine ganze Reihe verschiedener Waffenhersteller bemühten sich um diesen Kontrakt, darunter auch Earthwerks, Inc., die Konstrukteure des hochgerühmten und gefürchteten ARC-2R Archer-Mech.

Earthwerks Antwort auf General Sternsons Vorgaben war der BTX-7K Battleaxe. Er verfügte neben einer schweren Bewaffnung über eine ausgezeichnete Mobilität und Defensivausrüstung. Darüber hinaus war er zu dieser Zeit der schwerste mit Sprungdüsen ausgerüstete Mech.

Die Battleaxe-Prototypen wurden zusammen mit anderen Mechentwürfen konkurrierender Typen ausgedehnten Feldtests unterzogen. Im Zuge der Endauswahl Ende 2515 wurde schließlich der WHR-6R Warhammer der StarCorp Industries vor dem Battleaxe-Modell und drei anderen Prototypen ausgewählt.

Eartwerks gestand ein, dass der Warhammer eine etwas über die entsprechenden Möglichkeiten des Battleaxe-Modells hinausgehende Offensiv- und Defensivkapazität besaß, wiesen aber darauf hin, dass er weniger beweglich war und dass die Unterschiede, was Bewaffnung und Panzerung anging, nur minimal waren. Tatsächlich hatte es einige Gerüchte bezüglich der möglichen Erklärungen für die Ähnlichkeit beider Modelle gegeben. Schlussendlich erklärten sich die meisten offiziellen Stimmen dies jedoch nach der Methode "Große Geister denken ähnlich".

Obwohl StarCorp den Sternenbundkontrakt zugesprochen bekam, weigerte Earthwerks sich, den Battleaxe-Entwurf fallen zulassen, und begann in ihrer Fabrik auf Hyperion eine begrenzte Produktion dieses Mechs. Die Herstellung steigerte sich auf 1250 Einheiten, während die Werbeabteilung der Firma eine bundesweite Anzeigenkampagne startete. In allen wichtigen Militärischen und Nachrichtenhologrammen der Waffenindustrie erschienen Anzeigen, die den Battleaxe als Gegenspieler des Warhammer präsentierten. Slogans wie "Warum mit einem stumpfen Warhammer zuschlagen, wenn Sie die messerscharfe Schneide des Battleaxe wählen können?" wurde so allgegenwärtig, dass Earthwerks und StarCorp in die Nähe eines Wirtschaftskriegs gerieten. Im Jahre 2520 überstiegen die Verkaufszahlen des Battleaxe an zahlreiche Häuser des Bundes die des Warhammer, auch wenn der Sternenbund selbst weiter ausschließlich Warhammer kaufte. Earthwerks hatte zusätzlich 6000 Battleaxe-Mechs herstellen können.

Diese gespannte Situation erreichte im Rahmen der Sternenbundmanöver mit Haus Marik im Jahre 2528 ihren Höhepunkt. Ein Battleaxe hatte sich aus einer Manöverbegegnung gelöst und versucht, in den Rücken der Gegner zu gelangen. Es war mehr als nur eine Laune des Schicksals, dass er ausgerechnet von einem Warhammer abgefangen wurde. Die Konfrontation erreichte schnell ernste Ausmasse, und es ist bis heute unklar, welcher Mechkrieger seine Waffen als erster abfeuerte. Aber letztendlich war der Battleaxe der Verlierer und der Pilot gezwungen, sich mit dem Schleudersitz zu retten, weil der Bordreaktor außer Kontrolle geriet.

Nach diesem Debakel sank das Interesse am Battleaxe rapide, ind Earthwerks stellte die Fertigung nach 9700 produzierten Einheiten ein. Der Mech hatte den Spitznamen "Warhammer des kleinen Mannes" weg und konnte diesen bis heute nicht mehr abschütteln. Es wird geschätzt, dass auf den Schlachtfeldern der Nachfolgekriege heute noch etwa 500 Battleaxes agieren.

Möglichkeiten:
Der BTX-7K Battleaxe ist ein schwerer Mech mit gesteigerter Manövrierfähigkeit. Der VOX-280-Reaktor liefert Energie sowohl für die PPK-Bewaffnung wie für die Rawlings-58-Sprungdüsen. Zusätzliche ETW-Keramikwärmetauscher ermöglichen eine schnelle Ableitung des durch den Waffeneinsatz erzeugten Wärmeüberschusses.

Der Battleaxe ist ähnlich wie der Warhammer mit zwei Donal Typ II-PPKS ausgerüstet. Außerdem findet sich an der rechten Schulterpartie des Mech eine Holly 6er-Kurzstreckenlafette. Anstelle schwerer Laser beherbergt der Fronttorso des Battleaxe zwei Todesknospe 5er-Langstreckenlafetten, womit er über eine bei vielen anderen schweren Mechs vermisste weitreichende Unterstützungsartillerie verfügt.

Skizze des Battleaxe
Skizze des Battleaxe
Der Battleaxe ist durch Standard-Kemplar-5000-Panzerplatten geschützt, die es ihm gestatten, auch starken Beschuss zu überstehen, bevor er außer Gefecht gesetzt wird. Durch die Platzierung der Panzerung entlang des Rumpfes sind offensive Sturmangriffe durchführbar, und der Battleaxe muss als einer der am schwersten gepanzerten Mechs der Nachfolgerstaaten angesehen werden.

Im Laufe der Jahrhunderte ist der Battleaxe als Pilotenkiller in Verruf geraten und hat sich damit eine nur schwer zu überwindende Negativreputation erworben. Viele Battleaxe-Piloten sind bei Manövern oder Gefechtseinsätzen duch Cockpitbrände oder Kurzschlüsse im elektrischen System ums Leben gekommen. Der Battleaxe hat sich dem Zahn der Zeit gegenüber als erheblich anfälliger erwiesen als viele andere Mechtypen, und an nicht mehr funktionsfähigen Mechs dieses Typs werden kaum noch Reparaturen durchgeführt. Es ist davon auszugehen, daß in 50 Jahren keine BattleMechs vom Typ Battleaxe mehr in Betrieb sein werden.

Varianten:
Es gibt zwar keine offiziellen Varianten dieses Fahrzeugs, aber auf den Schlachtfeldern der Nachfolgerstaaten sind die unterschiedlichsten Battleaxe zu finden. Generell betreffen diese Umbauten die Entfernung der Sprungdüsen und eine Erweiterung der Langstreckenlafetten oder andere Veränderungen in der Bewaffnung. Battleaxe-PPKs sind auch als Ersatz für zerstörte PPKs an Warhammern benutzt worden. Der betreffende Arm des Battleaxe wird in diesem Fall auf die nächstbeste Art repariert, was das Anbringen einfacher Handmechanismen einschließt.

Bemerkenswerte Mechs und Mechkrieger:
Mechkrieger "Langbein" McGee
"Langbein" McGee, zur Zeit ein Mitglied der Sturmlanze in Hammons Kompanie der Chisolm Rabauken Haus Davions, hat seinen Ruhm dem Einsatz seines Battleaxe "Meilenstiefel" zu verdanken. Obwohl er wiederholt wegen seiner ungewöhnlichen Taktik gemaßregelt wurde, setzt "Langbein" seinen sprungfähigen schweren Mech auch weiterhin immer wieder in erfolgreichen Todessprüngen ein. Er musste die Beine seines Battleaxe bereits dreimal erneuern lassen, macht aber trotzdem keine Anstalten, ihn vor weiteren Schäden dieser Art zu bewahren. Der einzige Grund dafür, dass seine Vorgesetzten ihm gestatten, sein Tun fortzusetzen, liegt in den Erfolgen, die er mit dieser Taktik erzielt. Zahlreiche Mechs konnten bereits nach einer seiner Attacken relativ intakt (bis auf die Kopfpartie) erbeutet werden. Es wird jedoch allgemein damit gerechnet, dass McGees Glück ihn irgendwann einmal verlassen wird, wenn er darauf besteht, dieses Spiel noch lange fortzusetzen.

Chu-I Akura Simchawa
Der im Augenblick an der Sun Zhiang-Akademie Haus Kuritas Dienst tuende Chu-I (Leutnant) Simchawa hat während seiner gesamten Laufbahn einen Battleaxe bedient. Obwohl sein Mech für eine schwere Einheit ausgesprochen beweglich ist, agiert Simchwa ebenso vorsichtig wie "Langbein" McGee tolkühn handelt. Seine Taktiken sind fehlerlos, und er setzt seine Sprungdüsen nur ein, um konzentriertem Beschuss zu entkommen oder in Deckung zu gehen. Auch wenn sein Kampfstil nicht gerade mitreißend ist, hat er ihn jedoch einigen Ruhm und einen Posten als Dozent in Sun Zhiang eingetragen.

BTX-7K Battleaxe
Tonnage 70
Technologiebasis Innere Sphäre BattleMech
Regelstufe 1
Quelle WunderWelten 1
Jahr 3025
Bewegung 4/6/4 (Zweibeinig)
Reaktor VOX 280
Struktur Standard
Wärmetauscher 15
Kosten
BV 1.167
Ausrüstung
2x Donal Typ II-PPKs (je eine im linken und rechten Arm)
2x Todesknospe 5er-Langstreckenlafetten (je eine im rechten und linken Torso)
1x Holly 6er-Kurzstreckenlafette (rechter Torso)
2x 24er Munition LSR 5er (je eine im rechten und linken Torso)
1x 15er Munition KSR 6er (rechten Torso)
4x Sprungdüsen (je 2 im rechten und linken Bein)
Panzerung
Kopf 9
Torso Mitte 20 (7)
Torso Seite 18 (6)
Arm 14
Bein 16







Kommentare

Bisher noch keine Kommentare.

  Kommentar abgeben
Name:
Text:
 


Erstversion vom 19.02.2005. Letzte Aktualisierung am 23.06.2014.