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Hassid Ricol - Der rote Herzog

Artikel vom 10.03.2005 aus Hintergrund.

Herzog Hassid Ricol
Haus Kurita gilt ganz allgemein nicht unbedingt als guter Arbeitgeber für Söldner. Die Grundhaltung des Draconis-Kombinats ist von Misstrauen geprägt, und die Regierung ist wenig geneigt, sich auf unzuverlässige Söldner zu verlassen - Wolfs Dragoner sind die berühmte Ausnahme von der Regel.
Gleichzeitig ist Kuritas Ruf, was die Behandlung seiner Söldner angeht, so schlecht, dass jeder Söldnerkommandeur zweimal überlegen sollte, bevor er einen Kontrakt mit diesem Haus unterzeichnet. Es gibt jedoch einzelne Personen innerhalb des Draconis-Kombinats, die ihre persönlichen Truppen gelegentlich durch Söldner auffüllen - und sie im allgemeinen auch fair behandeln. Herzog Hassid Ricol ist einer davon.

Genaugenommen ist Ricol ein Erzherzog und einer der wenigen hohen Adligen, die über mehrere Welten des Draconis-Kombinats herrschen.
Ricol ist de facto Herrscher über 14 Planeten im Militärdistrikt Rasalhaag entlang der äusseren Grenze zum Lyranischen Commenwealth. Sein Herrschaftsbereich reicht von Kufstein bis zu den dämmerigen Ödlandgebieten von Rand. Hof und Machtzentrale Ricols befinden sich auf Rodigo, kaum 20 Parsek vor der lyranischen Grenze und weniger als 50 Parsek von den Banditenwelten des Hendrik von Oberon entfernt. Allerdings gehört Ricol zu den aktiveren Adligen Haus Kuritas. In seinem persönlichen Sprungschiff Huntress reist er durch seine gesamte Domäne, und gelegentlich aus politischen oder militärischen Beweggründen auch darüber hinaus.

Die Ricols von Rodigo
Die Ricols von Rodigo sind eine alte, etablierte Familie, die sich meistens bis zur ersten Besiedlung der Region im späten 23. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Im Jahre 2785 wurde General Henri Ricol zum ersten Herzog von Rodigo erhoben, und über zwei Jahrhunderte blieb der Herrschaftsbereich der Familie auf diesen Planeten beschränkt. Erst in den letzten 30 Jahren wurden 13 Planeten - Welten des Tamarpakts, die vormals Haus Steiner gehört hatten und in drei seperaten Feldzügen an Haus Kurita fielen - unter die Verwaltung der Herzöge von Rodigo gestellt.

Der Rote Herzog
Hassid Ricol wurde 3011 im Alter von 34 Jahren 12. Herzog von Rodigo. Hassid besitzt eine komplexe und scheinbar widersprüchliche Persönlichkeit. In der Öffentlichkeit erscheint er als ein Mann der großen Gesten und auf Wirkung ausgelegten Züge, der für seine ausgedehnten Jagdpartien in den riesigen Wildreservaten Rodigos bekannt ist. Er hat den Ehrentitel "Roter Herzog" wieder eingeführt, der sich auf die Grundfarbe des Familienwappens bezieht, und den Stefani Ricol, der 3. Herzog von Odigo, als Erster seiner Linie getragen hat. Herzog Hassid betont diese Farbe zusätzlich durch beeindruckende, goldverzierte blutrote Uniformen voller Orden und prächtiger Ehrenzeichen. Das Bild, das die Öffentlichkeit von diesem Mann hat, lässt sich nur schwer mit den Eigenschaften in Einklang bringen, die sich bei ihm in den letzten Jahren herausgebildet haben, nämlich die eines brillanten Politikers und erstklassigen Militärtaktikers, der seinen Gegner auf militärischem wie politischem Gebiet komplexe und elegante Fallen stellt.

Der rote Marauder von Herzog Ricol
Herzog Hassid Ricols Marauder
Bemalt von Adrian Gideon (Ray Arrastia)
Quelle: www.lordsofthebattlefield.com

Ricols stutzerhaftes Image dient dabei offenbar als Maske für einen scharfen Verstand und einen skrupellosen und berechnenden Ehrgeiz. Nebenbei sei bemerkt, dass innerhalb der letzten acht Jahre mindestens fünf Mordanschläge auf Hassid Ricol erfolglos blieben. In der selben Zeitspanne sollen mehrere prominente Gegner Ricols im Adel Haus Kuritas verschwunden oder unglücklichen Unfällen zum Opfer gefallen sein. Allerdings gibt es nicht den geringsten Beweis dafür, dass der Rote Herzog seine Hand dabei im Spiel gehabt hat.

Hassid Ricol hat das von ihm entstandene Bild durch seinen geschickten Einsatz von Spionen und Informanten entscheidend mitgeprägt. Sein Spionagenetz arbeitet gründlicher und effizienter als jeder andere private Geheimdienst.

Herzog Ricol setzt gern Söldner ein, und das in grösserer Zahl und auch kompromissloser als andere Lords des Hauses Kurita. Traurige Berühmtheit erlangte sein Einsatz von Banditensöldnern während des Trell-Feldzugs im Jahre 3024.

Banditensoeldner auf Trell I
Trell I - "Trellwan", wie seine Einwohner ihn nennen, - ist ein Hinterwäldlerplanet im Trellshiredistrikt Haus Steiners. Im Jahre 3024 war eine Steiner-Einheit damit beauftragt, den Planeten vor Überfällen Hendriks von Oberon zu schützen. Ricols Truppen landeten als Oberon-Banditen getarnt und zwangen die Steiner-Einheit zum Abzug. Danach griffen sie die einheimischen Verteidiger an und bereiteten so die Bühne für Ricols kommende "Rettung" für die Trellwaner durch seine regulären Einheiten vor. So eroberte Ricol im Handstreich und mit geringem Kostenaufwand einen ganzen Steiner-Planeten, indem er sich der Bevölkerung als ihr Retter präsentierte!

Das schlussendliche Scheitern dieses Plans lag nicht an Fehlern in Ricols Planung, sondern an unvorhersehbaren Rückschlägen bei dessen Ausführung. Ein Teil der planetaren Miliz - möglicherweise mit Unterstützung Überlebender der ursprünglichen Steiner-Garnison und übergelaufener Oberon-Söldner - wandte sich gegen Ricols Truppen und bot ihnen unerwarteten und unnachgiebigen Widerstand. Ricol war in der Schlacht am Thunder Rift nicht in der Lage, die Verteidigungsstellungen der Einheimischen zu durchbrechen, und der Sprungfrachter, mit dem die Oberon-Söldner gekommen waren, wurde von der Rebellenmiliz gekapert. Die Verzögerung durch die Schlacht reichte aus, um mit Hilfe des Frachters eine Nachricht von der Invasion nach Antares zu bringen, und Ricol zog sich vernünftigerweise zurück, bevor überlegene Steiner-Truppen eintrafen.

Verthandi
Seit der Episode auf Trell I hat Herzog Ricol noch einen zweiten ernsten politischen Rückschlag hinnehmen müssen:

Reaktionäre Kräfte auf Verthandi - eine von sieben Welten des Tamarpakts, die Haus Steiner 3015 an Haus Kurita abgetreten hatte - konnte mit Hilfe fremder Söldnereinheiten einen beachtlichen Sieg über Ricols Truppen erzielen. Als Herzog Ricol mit Verstärkung eintraf, befand sich bereits eine Steiner-Flotte im System, um die Rebellenregierung die formelle Anerkennung und ein Angebot militärischen Beistands zu überbringen. Den drohenden Verlust Verthandis vor Augen, ließ sich Ricol auf Verhandlungen ein, die Verthandi schließlich einen halb-autonomen Status innerhalb des Kombinats einräumten, der durch Handelsverträge und Anerkennung seitens des Commonwealth und des Kombinats abgesichert ist. Da Verthandi sich jedoch ein gutes Stück von der derzeitigen Grenze zu Haus Steiner entfernt befindet, darf die Dauerhaftigkeit dieses Status angezweifelt werden, und Ricol hat bereits öffentlich erklärt dass "eine formelle und endgültige Lösung des Problems" nur eine Frage der Zeit sei.

Mit anderen Worten: Der Rote Herzog hat Verthandi keineswegs abgeschrieben.

Zukünftige Pläne
Die beiden Rückschläge auf Trell I und Verthandi haben Herzog Ricols politisches Ansehen auf Luthien schweren Schaden zugefügt. Versagen jeder Art wird am Hof Takashi Kuritas weder gern gesehen noch belohnt. Seine zukünftigen Pläne, abgesehen von der eventuellen Rückkehr nach Verthandi, hält der Herzog streng geheim. Es gibt jedoch vage Hinweise, dass ein neues Projekt von extremer Bedeutung seine Aufmerksamkeit auf ein nicht näher zu bestimmendes Gebiet weit entfernt von seiner Domäne an der lyranischen Grenze gelenkt hat. Worum es sich bei diesem geheimen Projekt handeln könnte, ist nicht zu ermitteln. Ricol hat jedenfalls in letzter Zeit für Informationen über Ereignisse im Liao- und Marik-Raum gut bezahlt.

Möglicherweise könnte dieses Projekt den Herzog veranlassen, erneut die Dienste von Berufssöldnern in Anspruch zu nehmen.

Söldnertickets
Derzeit sucht Herzog Hassid Ricol aktiv nach Söldnern für Kurz- und Langzeitaufträge innerhalb seines Herrschaftsgebiets. Das Fiasko auf Verthandi hat auf den übrigen ehemaligen Welten des Tamarpakts zu ernsten Konsequenten geführt.

Verthandis Beinahe-Unabhängigkeit schürte auf allen alten Paktwelten die Hoffnung der Wiederstandskräfte. New Caledonia, dessen halsstarrige Bewohner ihren keltischen Ursprüngen treu geblieben sind, soll sich in offener Rebellion befinden, und die Kurita-Garnison auf Basiliano und Csesztreg werden ebenfalls durch Aufständische bedroht. Da Haus Kurita reguläre Einheiten durch die jüngsten Davion-Manöver und -überfälle entlang der Prosperinafront festgehalten werden, müssen Ricols eigene Truppen darum kämpfen, eine Eskalation der vereinzelten, örtlich begrenzten Aufstände zu einer allgemeinen Rebellion der Grenzgebiete zu verhindern. Aus zuverlässiger Quelle ist zu erfahren, dass bereits mindestens ein Söldnerregiment angeworben und auf Auric II (Harvest) stationiert wurde, und mehrere Söldnerkompanien sollen in den kommenden Wochen nach Basiliano und auf andere ehemalige Welten des Tamarpakts verschifft werden.

Einige unserer Korrespondenten berichten, dass Herzog Ricol aktiv nach Personen Ausschau hält, die ihm Informationen über Ereignisse an anderen Orten der Inneren Sphäre liefern können. Freie Agenten, Kopfgeldjäger und Privatbeobachter wurden von Ricols Agenten angesprochen.
Die Art der gesuchten Informationen ist zur Zeit noch unbekannt.

Details
Herzog Ricol unterhält keine Söldnereinheiten für längere Perioden, sondern heuert sie nach Bedarf für kurzzeitige Aufgaben an. Die momentane Krisensituation durch die verthandische Rebellion hat eine solche Bedarfssituation entstehen lassen. Unsere Militäranalytiker haben die folgende Liste möglicher Söldnertickets im Dienste Herzog Ricols erstellt.

Missionen
Kampfeinsatz (a)
1) Angriffe gegen rebellierende Militäreinheiten (Offensivfeldzug)
2) Invasion rebellierender Planeten (Planetarer Angriff)
3) Operation gegen Steiner-Invasionskräfte und Überfälle (Offensiv/Defensivfeldzug, Scouteinsätze, Strafexpeditionen)
4) Guerillakrieg

Territorialeinsatz
1) Polizeieinsatz
2) Belagerung von Rebellenstädten

Statische Verteidigung
1) Garnisonseinsatz auf Grenzplaneten
2) Trainingskadermission für örtliche Kuritafreundliche Milizen

(a) Seit der Machtdemonstration auf Verthandi im Jahre 3025 hat Haus Steiner bis zum Zeitpunkt dieses Artikels keine militärischen Operationen im Kurita-Raum unternommen. Die Möglichkeit eines schweren Überfalls oder gar einer Invasion der Domäne Herzog Ricols bleibt jedoch bestehen, insbesondere angesichts der jüngsten Unruhen auf mehreren der ehemaligen Mitgliedswelten des Tamarpakts.
Daher ist es denkbar, dass Söldnertruppen zum Schutz vor einer derartigen Aktion angeheuert werden, insbesondere, wenn Ricols Agenten über Planungen grösserer Steiner-Aktionen berichten sollten. Geheimdienstliche Aktionen (b)
1) Einzel/Kleingruppenmissionen
2) Planetare Beobachtung
3) Erkundung in Kompaniestärke

(b) Herzog Ricol breitet seine Gehiemdiensttätigkeit in weit entfernten Gebieten wie Atreus und Sian aggressiv aus. Zwar sind keine Einzelheiten bekannt, aber sein Interesse soll von einzelnen Agenten, die bereit sind, Berichte von verschiedenen Planeten im Steiner-, Marik- oder Liao-Raum zu liefern, bis zu Söldnerkompanien reichen, die bereit sind, Blitzangriffe gegen Commonwealth und Liga Freier Welten zu unternehmen, um Gefangene zu machen und militärische Geheimnisse zu erkunden.
Interessierte Söldner sollen sich an die Herzoglichen Büros in Alexis auf Rodigo wenden.

Länge der Dienstzeit
- 6 bis 12 Monate
Die Länge der Dienstzeit ist abhängig von der Art der Tickets. Die meisten Kampfeinsätze sind relativ kurz und dauern 6 bis 12 Monate. Geheimdienstmissionen sind üblicherweise von längerer Dauer, 1 bis 2 Jahre oder noch länger, je nachdem wieviel Arbeit zum Erstellen einer Deckidentität aufgewendet werden muss.

Bezahlung
in C-Noten pro Mann und Woche, sofern nicht anders angegeben.)
1) Infanterie, Panzertruppen (pro Zug):
--> Elite: 7000 - 10.000
--> Veteranen: 3500 - 5000
--> Normal: 1750 - 2500
--> Unerfahren: 1000 - 2500
2) Artillerie (pro 7 Mann-Zug):
--> Elite/Veteranen: 8000 - 12.000
--> Normal: 2000 - 5000
--> Unerfahren: 1000 - 1500
3) MechKrieger, Luft/Raumpiloten:
--> Elite: 1500 - 2500
--> Veteranen: 1000 - 1500
--> Normal: 600 - 1000
--> Unerfahren: 300 - 500
4) Hilfstruppen (Techs):
--> Elite: 1500 - 2500
--> Veteranen: 800 - 1000
--> Normal: 500 - 600
--> Unerfahren: 100 - 250
5) Landungsschiffe (Crew pro Woche):
--> Elite: 12.000 - 14.000
--> Veteranen: 8000 - 10.000
--> Normal: 5000 - 6000
--> Unerfahren: 3000 - 4000
6) Sprungschiffe (Crew pro Woche):
--> Elite: 15.000 - 18.000
--> Veteranen: 10.000 - 12.000
--> Normal: 6000 - 8000
--> Unerfahren: 3000 - 4000

Garantien
ComStar-Gewährsam: Die vereinbarte Summe (üblicherweise ein Viertel bis ein Drittel der Gesamtbezahlung einer Söldnereinheit für sechs Monate, abzüglich einer ComStar-Gebühr von 5 %) wird beim ComStar-Buero von Alexis, Rodigo oder in einer anderen Bank nach Wahl der Söldnereinheit im Territorium des Draconis-Kombinats hinterlegt. Ein Vertragsbruch berechtigt nach unabhängiger Beurteilung durch einen ComStar- Präzentor zur Herausgabe des Betrags an die geschädigte Partei. Standardklausen des Söldnervertrags können bestimmen, dass Haus Kurita und Herzog Ricol keine Schuld trifft, wenn "der Auftraggeber (Herzog Ricol) umständehalber gezwungen ist, aus taktischen oder strategischen Gründen eine Politik der bewussten Fehlinformation anzuwenden, und diese zu Verlusten beim Auftragnehmer (den Söldnern) führt." In anderen Worten, die Entdeckung, dass die Söldnereinheit über ihren Teil der Operation nicht voll (oder falsch) informiert wurde, kann niemals einen Vertragsbruch von Seiten Herzog Ricols oder Haus Kurita darstelllen.

Gerüchtehalber soll Herzog Ricol bereit sein, Veteranen- und Elite-Battle-Mechtruppen, die aktive Kampfeinsätze gegen das Lyranische Commonwealth oder Rebellentruppen erfolgreich abschließen, Ländereien zuzusprechen, obwohl dies bei Haus Kurita und seinen Kommandeuren durchaus unüblich ist. Ein häufig zu hörendes Gerücht - das wir bisher weder bestätigen noch verwerfen können - berichtet, dass BattleMechkompanien eigene Ländereien auf New Caledonia oder Basiliano zugesprochen bekommen sollen, verbunden mit dem Auftrag, die dortigen Rebellen niederzuhalten.

Kommandorechte
Kommandeure von Veteranen- oder Elite-Einheiten wird reinen Söldnermissionen oder kombinierten Einsätzen weitgehende Unabhängigkeit gewährt. Normale und unerfahrene Einheiten werden meist dem Oberbefehl eines Kurita-Kommandeurs vor Ort unterstellt. Abhängig von den Umständen und der Wichtigkeit einer Mission können Einheitskommandeure dem Befehl von Kurita-Offizieren der Regimentsebene oder höher, Herzog Ricols Stab oder dem Herzog persönlich unterstehen. Bei den meisten Einsätzen von Söldnertruppen aus Gebieten außerhalb des Draconis-Kombinats werden den Einheiten einer oder mehrere Verbindungsoffiziere zugeteilt, um die Einhaltung der Missionsbefehle und die politische Zuverlässigkeit der Einheit sicherzustellen.

Transport
Normalerweise bleibt die Anreise der Söldner nach Rodigo ihnen selbst überlassen. Der Transport von Rodigo an den endgültigen Einsatzort wird meist mit den Schiffen Herzog Ricols durchgeführt. Bei besonderen Umständen kann Herzog Ricol eine Einheit auf eigene Kosten oder an Bord eines seiner eigenen Landungsschiffe befördern.

Bewertung
Bedarf: B
Bezahlung: C
Generell lässt sich feststellen, dass Herzog Ricol derzeit Bedarf für Söldnereinheiten aller Art hat und eine Bezahlung anbietet, die erheblich über dem Durchschnitt liegt, insbesondere, was Elite- und Veteraneneinheiten angeht. Ausserdem haben Kurita-Truppen, besonders beim Einsatz gegen Haus Steiner, eine positive Gewinnbilanz aufzuweisen, was darauf hindeutet, dass zukünftige Operationen in und um Herzog Ricols Herrschaftsbereich erfolgreich und profitabel zu werden versprechen. Die Gelegenheit, Ländereien zu erwerben - auch wenn damit die Verpflichtung verbunden ist, deren Einwohner zu befrieden, dürfte vielen landlosen Söldnereinheiten Anreiz sein.

Bedingungen: T
Es halten sich sogar Gerüchte, nach denen die auf Trellwan eingesetzten Söldner (genaugenommen Miliztruppen, die per Geheimabkommen von einem Stabsoffizier Hendriks "erworben" wurden) von Ricols eigenen BattleMecheinheiten als "Beweis" der freundlichen Absicht den Trellwanern gegenüber liquidiert werden sollten. Die Oberoner selbst wurden anscheinend informiert, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt in einem Scheingefecht "besiegt" werden sollten, um dann insgeheim die Wahl zwischen der Rückkehr in Hendriks Banditenkönigreich oder einer Position in Ricols Privatarmee treffen zu können.

Welche dieser beiden Versionen der Wahrheit entspricht, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Aber die blosse Möglichkeit, dass Ricol die bewusste Auslöschung von Söldnertruppen plante, die er vorher selbst angeheuert hatte, zwingt uns, die Bedingung eines Kontrakts mit dem Herzog niedrig zu bewerten.

Die Tatsache, dass Söldnereinheiten wahrscheinlich auf Welten zu Garnisions- oder Polizeieinsätzen stationiert werden, deren Bevölkerung den Besatzungskräften in ihrer Mehrheit feindlich gegenübersteht wirkt sich ebenfalls ungünstig auf die Bewertung aus. Alle ehemaligen Tamarpakt-Welten innerhalb der Kurita-Domänen sind ohne spezielle Schutzvorkehrungen bewohnbar und besitzen Städte, deren zahlreiche Freizeit- und Serviceeinrichtungen den Truppen außer Dienst zur Verfügung stehen. Allerdings ist dagegen zuhalten, dass die Söldner wahrscheinlich zum Ziel einer bewaffneten und feindseligen Bevölkerung werden.

Diese beiden Faktoren führen zusammen zu der mit "T" relativ schlechten Bewertungen der Einsatzbedingungen. Wir raten Söldnerkommandeuren, Verhandlungen mit Herzog Ricol und seinem Stab vorsichtig anzugehen und jeden Versuch zu unternehmen, vor einer Verpflichtung Einsatzort, Mission und Verantwortung der Einheit zu erfahren. Wenn möglich, sollte eine Klausel aufgenommen werden, die Vertragsstrafen vorsieht, falls ein bewusstes Opfern von Söldnertruppen im Kampf nachgewiesen werden kann. Außerdem sollte der Kommandeur sich darüber im klaren sein, dass die vorhandenen Freizeitmöglichkeiten zu Verlusten sowie zu verschärften Konflikten führen können.

Die hohe Bezahlung und Chance auf einen Sieg, verbunden mit entsprechender Steigerung des Bekanntheitsgrades, wiegen die Risiken wahrscheinlich auf.

Einschätzung
Eingeschränkt empfehlenswert. Hoher Bedarf, gute Bezahlung, erhebliche Risiken.



Um mögliche Arbeitgeber vom Standpunkt eines Söldners bewerten zu können, bedienen "wir" uns eines Buchstabencodes, der von A (sehr gut) bis Z (sehr schlecht) reicht. Wir hoffen, Ihnen dadurch einen Eindruck über die möglichen Vor- und Nachteile vermitteln zu können, die Söldner abwägen müssen, bevor sie einen Vertrag mit dem fraglichen Arbeitgeber eingehen.

Die auf diese Weise bewerteten Aspekte sind:
BEDARF: Wie häufig ist der Arbeitgeber gezwungen, neue Söldner anzuheuern? Hohe Werte lassen darauf schließen, dass ziemlich häufig eine Position frei wird.

BEZAHLUNG: Wie gut ist der Sold? Hohe Werte kennzeichnen überdurchschnittliche Entlohnung. Niedrige Werte zeigen schlechte Bezahlung oder in Einzelfällen eine lange Tradition nicht eingehaltener Vereinbarungen an.

BEDINGUNGEN: Unter welchen Bedingungen arbeiten Söldner? Hohe Werte kennzeichnen Zugang zu Erholungsanlagen, Dienst auf erdähnlichen Welten oder "Traumtickets" wie zeremoniellen Wachdienst oder Einsätze als Eskorte für Adlige bei Hof. Ein niedriger Wert lässt auf schlechte oder unangenehme Bedingungen schließen, wie z.B. Dienst auf isolierten Außenposten oder unter Extrembedingungen.

Wir müssen darauf hinweisen, dass sich die von uns bewerteten Bedingungen zwischen unserer Untersuchung und dem Zeitpunkt des Abdrucks auf Grund uns unbekannter Faktoren zum Teil erheblich geändert haben können. Die Codewerte sind nur als Richtlinie und Serviceleistung für unsere Leser gedacht. Wir übernehmen keinerlei Verantwortung für Schäden, Kosten oder Verluste durch den Dienst bei Arbeitgebern, die in dieser Serie vorgestellt werden.






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Erstversion vom 10.03.2005. Letzte Aktualisierung am 23.06.2014.